USEDOM - Mellenthin

     

Im Faltblatt "Willkommen in den Kirchen Usedoms. Sommer 2006" erfährt man über die Kirche von Mellenthin: "Erste Erwähnung und Bausubstanz der Backsteinkirche aus dem 14. Jh. Chorraum aus Feldstein mit Kreuzgewölbe und Fresken. Reiche Innenausstattung mit Darstellungen aus verschiedenen Jahrhunderten. Grabplatte des Rüdiger von Neuenkirchen und seiner Frau, Ilsabe von Eickstädt, Erbauer des nahegelegenen Renaissanceschlosses." - Also auf nach Mellenthin!

Mellenthin liegt im Südwesten der Insel, zwischen der Halbinsel des Lieper Winkels und der Landbrücke bei Pudagla, die nach Norden zur Ostseeküste führt. Leicht gewellt ist das Umland, in dem etwas versteckt der Ort mit seinem Schloss liegt. Eine Besonderheit ist der bunte Renaissancekamin von 1613 mit der Darstellung eines antiken Wagens. Neben dem Wasserschloss befindet sich der Gutshof, jetzt Hotel mit Ferienwohnungen - und Waffelbäckerei.

  

        

        

  

Im Süden des Schlosses liegt am Ende einer schönen Allee die Dorfkirche von Mellenthin. In ihr wird man liebevoll auf ihre Sehenswürdigkeiten hingewiesen. Die Fresken des Altarraums sind stärker verblasst als hier auf den Bildern erkennbar. Auf der Orgelbrüstung findet man eine Anzahl kleiner Barockbilder mit Sinnsprüchen. Einem früheren Pastor, Pastor Meincke, lag daran, dass (damals wohl teure) Gemälde in die Kirche kamen. Fürs Weltgericht konnte er 1694 noch mehrere Sponsoren gewinnen, für die Kreuzigung scheint er 1698 allein aufgekommen zu sein. Ein Unikum ist der im Nordteil des Chores erhaltenen Beichtstuhl, der zur Putzkammer verkommen ist.