Roncesvalles

Grabkapelle Karls des Großen: angeblich von Karl dem Großen als Beinhaus für die in der Schlacht von Roncesvalles (778) Gefallenen errichtet; im Inneren befindet sich ein Altar, zu dem man auf Stufen emporsteigt - wie bei der Ara Pacis!

"Die Pilgerstraße nach Santiago de Compostela überwindet das Gebirge an zwei Punkten. Am Pass von Somport steht das Hospiz Santa Catalina, entstanden 1108, es ist nur noch eine Ruine. Das alte Kloster am Pass von Roncesvalles aber ist vollständig erhalten. Zu dem Kloster gehört eine hospedería für die Aufnahme und Pflege der Pilger; sie war von Anfang an dem gastfreundlichen und militanten Augustinerorden anvertraut. Die langgestreckten Klostergebäude mit ihren steilen Zinkdächern wirken wuchtig und schwer, ein massiger quadratischer Turm erhebt sich über sie. Das Klosterportal steht unmittelbar am alten 'Camino Francés', der Pilgerstraße nach Compostela.
Die königliche Stiftskirche wurde von dem prachtliebenden Sancho VII. dem Starken (1194 bis 1234), Besieger der Sarazenen bei Las Navas de Tolosa, erbaut und 1212 geweiht. Die Kirche ist nicht besonders groß, sie ist dreischiffig und hat fünf Joche, kein Querschiff. An der Längswand zieht sich ein Blendtriforium entlang; immer vier Arkaden füllen ein Joch, sie sind durch das darüberliegende  mächtige Rundfenster jeweils zu einer Fenstereinheit zusammengefasst. Die Kapitelle tragen schlichte Pflanzenornamente. Die Kirche erinnert an die Gotik der Ile-de-France; ... Der Kreuzgang wirkt gedrungen und schwer."

DuMont: SPANIEN, Bildatlas der Spanischen Kunst, S. 270

Erinnerungstafel

Ibañeta-Pass

Kloster Roncesvalles

Westfassade

modernes Tympanon

Innenraum

Sarkophag

Kreuzgang mit Brunnen