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In einer Art, die
an antike Sarkophage erinnert, hat Damián Forment die Sockelzone seines
Retabels aus Alabaster geschnitten; hier das Detail der Befreiung von
Gefangenen, wohl einer Wundertat des heiligen Dominikus von der Straße,
des "Santo Domingo de la Calzada".
"Die ursprüngliche Kirche wich einer
Kathedrale, deren erster Stein 1158 gesetzt wurde. Die Kathedrale hat drei
Schiffe (vierjochig), Querschiff, Chorumgang, Triforium. Das Gewölbe der
Kathedrale und der Kreuzgang stammen aus dem 16. Jh. Der 69 m hohe,
freistehende Campanile entstand 1762-1767; im oberen Teil wiederholt er
mit größerer Kühnheit das barocke Muster der Türme von Santa María
Redonda in Logroño. Rein romanisch sind noch das Kirchenhaupt , der
Chorumgang und das doppelte Südportal, das ein großer Rundbogen
überwölbt. ...
Die Schnitzereien des Chorgestühls sind von Andrés de Nájera. Damián
Forment, der gefeierte Bildhauer, der die Altaraufsätze del Pilar, de
Huesca und de Poblet schuf, krönte sein Werk 1537 mit dem Hauptretabel
der Kathedrale. Es ist aus Nussbaum gearbeitet und ruht auf einer Basis
aus Alabaster. Wunderlich genug bevölkerte der Meister die frommen Szenen
mit Eroten, Satyrn, Nymphen, Tritonen.
Ein recht befremdlicher Gegenstand in einer Kathedrale (am Grabmal des hl.
Domingo) ist der sorgsam geschmiedete Käfig (16. Jh.) mit einem weißen
Hahn und einer weißen Henne. Um einem armen Pilger, den man des
Diebstahls verdächtigte, zu helfen, beschwor der Heilige einst zwei
gebratene Hühner, die daraufhin davonflogen."
DuMont: SPANIEN, Bildatlas der Spanischen
Kunst, S. 116
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