santa cruz de la serós

Unten im Tal, unterhalb von San Juan de la Peña, liegt das zugehörige Nonnenkloster Santa Cruz de la Serós mit seinem massigen Turm auf der Westseite.

"Sancho Garcez II., König von Navarra, und seine Gemahlin Doña Urraca gründeten 992 dieses Nonnenkloster (Baubeginn 1095). Die Gräfin Sancha, Tochter des aragonesischen Königs Ramiro I. (des Erbauers von Jaca), finanzierte den Bau. Von den Klostergebäuden existieren nur noch Kirche und Turm - Bauten von durchaus eigenem Charakter. Das Kirchenportal besitzt zwei Archivolten ohne Ornament, gegliedert nur durch eine Reihe plastischer Kugeln. Im Tympanon ein Christusmonogramm, vom Tetramorph eingefasst. <Tetramorph, das "Viergetier", ist die Gruppe der vier Evangelistensymbole Löwe, Stier, Adler und Mensch - hier befinden sich aber nur zwei Löwen auf den Seiten des Tympanons.> Das Tonnengewölbe der schlichten einschiffigen Kirche ruht direkt auf den Wänden; die Apsis ist halbkreisförmig; zwei kleine Kapellen im Querschiff schließen rechteckig ab. Eine achteckige Laterne steht in Verbindung mit dem eindrucksvollen Turm auf der rechten Seite des Schiffes, der aus drei quadratischen Geschossen mit Zwillingsfenstern  und einem achteckigen Obergeschoss besteht. Ein großer gewölbter Saal oben im Turm diente den Klosterbewohnern im Belagerungsfall vielleicht als Zufluchtsstätte; man erreicht ihn über eine kleine, in die gewaltige Mauer eingelassene Treppe. Das schöne Retabel ist 1490 datiert. Der Sarkophag der Doña Sancha steht im Benediktinerinnen-Kloster von Jaca, wohin die Nonnen die sterblichen Überreste der Stifterin brachten, als sie im 16. Jh. in die alte Hauptstadt übersiedelten."

DuMont: SPANIEN, Bildatlas der Spanischen Kunst, S. 410

Lage

Apsis

Tympanon

Retabel

linker Flügel

Westseite

Pfarrkirche San Caprasio

Ort mit Pyrenäenblick